Sehgewohnheiten

Sehgewohnheit ist ein Wort welches man in den letzten Tagen oft zu lesen bekommt, wenn es darum geht ein Argument zu finden warum man eine TV-Sendung verändert. Doch das Argument hebelt sich irgendwie selbst aus.

"Sehgewohnheit" hat laut Duden folgende definition "das Sehen, die Art zu sehen betreffende Gewohnheit" - bedeutet ja eigentlich, dass man gewohnt ist eine Sendung zu sehen und diese daher zu einem regelmäßigen Termin wird.

So ist es bei mir zur gewohnheit geworden ein paar öffentlich Rechtliche Formate wie "extra3", "Zapp" und die "heute show" zu schauen - aber auch "Schlag den Raab" ist bei mir in gewisser weise zu gewohnheit geworden. Haben sich dadurch meine Sehgewohnheiten verändert? Ein "Jein" trifft es hier am besten - Den diese Shows schaue ich primär weil diese mich gut unterhalten und ich diese dadurch zur gewohnheit werden lasse.

"Wetten, dass..?" ist ein schönes Beispiel dafür - Das ZDF hat die komplette Show abgesetzt mit dem Argument "Die Sehgewohnheiten haben sich verändert.". Wirklich? Nunja ich bin beispielsweise in einem alter in dem ich mir "Wetten, dass..?" nicht mehr so regelmäßig angeschaut habe, wie ich es tat als ich noch Jünger war. Damals fühlte ich mich von der Show genauso gut Unterhalten wie es heute die oben genannten Shows machen. Bei "Wetten, dass..?" gab es aber irgendwann diesen Punkt an dem die Show einfach zu langatmig wurde - Nicht weil die Wetten langweilig waren - Vielmehr weil es dann zuviel drum rum gab (z.B. Starbesuch/auftritte). Das könnte auch zum "Problem" bei "Schlag den Raab" werden - irgendwann ist es nur noch das bekannte "Schema F" und die Show verliehrt an Unterhaltungsfaktor.

Ein anderes Beispiel sind Kinderserien, die ich damals™ gesehen habe die heute in 3D-CGI umgesetz werden. An der stelle bekenn ich mich Schuldig: Ich schau "Kinderfernsehen" - Einfach der interesse halber - Um zu schauen was ich damals geschaut hab und was Kinder heute vorgesetz bekommen. Es gibt da einige Grütze die es damals nicht gegeben hätte. Beispielsweise: Fanboy & Chum Chum oder Dora (da währe mir damals schon das Gehirn aus dem Ohr gelaufen) - Wobei es auch damals schon sehr komisches zeug gab (Rockos modernes Leben).

Aber zurück zum Thema: Der Trend geht hin alte Serien in 3D-CGI neu aufleben zu lassen - Das ann gewalltig schief gehen: Es gibt eine 3D-CGI Garfield Serie, die einfach nur eine beleidigung der alten 2D Serie ist. Zum glück hat man sich beim ZDF mehr mühe gegeben bei der Umsetzung von "Biene Maja" und "Wickie und die starken Männer". Dort sehen die Figuren zumindest so aus als kämen sie aus dem Orginal (wobei stellenweise gibt es punkte in dem die 3D Figuren nicht Funktionieren aber es gibt genauso viele stellen die man zum glück nicht aus der 2D Forlage mitgenommen hat).

Aber warum schreib ich die Serien hier überhaupt auf? Nunja beim Zappen stieß ich auf eine Ausgabe "TRICKBOX" - Das ist eine Sendung in der Erklärt wird wie das so mit dem Zeichentrick funktioniert. In der Ausgabe die ich gefunden habe hat man die Neuauflge von "Wickie und die starken Männer" näher zu beleuchten. Man hat das produzierende Studio besucht und auch den Regisseur zu Wort kommen lassen.

Dieser Argumentierte in die selbe Richtung - Daher: Die Entscheidung eine 3D-CGI "Wickie und die starken Männer" anzufertigen wurde auch mit "geänderten Sehgewohnheiten" begründet. Auch das die Handelungen nun in 12 statt wie bisher 22 Minuten und damit schneller erzählt werden müssen wurde genauso mit den "geänderten Sehgewohnheiten" begründet. Wirklich? Eine Zielgruppe < 10 hat schon so geänderte "Sehgewohnheit" das die 2D Serie nicht mehr reicht?

Es ist zwar schick die Figuren in 3D zu sehen aber im Verhältnis zum Orginal sieht es mehr nach einer "Weichgespühl" variante aus - Wodurch die Serie ein wenig verliehrt. Wie ich die Serie heute aufnehmen würde wenn ich < 10 währe, weiß ich nicht - Nur ist es so: Ich konnte die Serie in einer Form kennen lernen die mir nunja besser gefällt als die Aktuelle (was evtl auch daran hängt das ich nicht mehr die Zielgruppe bin). Wenn sie Kinder < 10 Unterhält warum den auch nicht.

Was bleibt uns nun vom diesem Text? Es werden Entscheidungen nach "Sehgewohnheit" getroffen, die es nicht in der Form gibt, in der es die Medienschaffenden gerne hätten. Die Krux an der sache ist nämlich: Entweder ich fühl mich von einer Sendung unterhalten und dann schalt ich diese auch Regelmäßig ein oder eine Sendung Unterhält mich nicht und dann lass ichs eben bleiben. So Tick nicht nur ich sodern nahezu jeder - Daher ergibt sich auch folgerichtig: Jeder hat andere "Sehgewohnheiten" - Der eine schaut beispielsweis aus gewohnheit "Tatort" und jemand anders beispielsweise "DSDS". Aus sowas aber Allgemein veränderte "Sehgewohnheit" ist nunja schwierig wenn gar unmöglich.

-//Maestro300.org//2007////©Lukas-Bonsch//2017//-